Es
war einmal ein gerade mal erwachsener Mann namens John Niemand. Er
ging durch die Welt wie ein naives Kleinkind. Eines Tages ging er
einkaufen, wie alle Erwachsenen das eben so tun. Nach etwa einer
halben Stunde Fußweg, völlig in Gedanken versunken, kam er bei der
populären Supermarktkette Netto an. Er ging durch die
vollautomatische Tür und kaufte bloß das Notwendigste ein:
Schokolade und Honig. An der Kasse traf er den wichtigsten Mann der
Welt; er hieß Anton Nobody. Natürlich war das nur ein Deckname,
sollte sich später herausstellen. Woher wusste John, dass Anton der
wichtigste Mann der Welt war? Anton erzählte es ihm einfach nebenbei
– es war gerade niemand sonst an der Kasse und die Gelegenheit war
günstig. Warum war Anton der wichtigste Mann der Welt? Das ist
schwerer zu erklären. Die Welt sei laut Anton von den Schergen
Waskepons bevölkert, dem bösen Gott des Todes. John hatte an so
einen Quatsch davor nie gedacht – er zweifelte und lachte Anton
aus. Auch diese wichtigen, aber bösen Menschen hätten Decknamen und
arbeiteten zum Beispiel als Bäcker, Maler oder waren
alleinerziehende Mütter. Sie planten angeblich die Weltherrschaft,
wie in einem Cartoon! John fiel die Kinnlade herunter. Anton erzählte
ihm nonchalant, dass er wichtige, verbotene Texte des heiligen
Menschen Neo, eines Botschafters des guten Gottes Leonidas, besaß
und somit ein Spion dieses guten Gottes sei. John schwieg und hatte
Angst. Er ging nie wieder zu Netto. Nun war er der zweitwichtigste
Mensch der Welt, ohne es zu wissen. Er arbeitete den Rest seines
Lebens als Fensterputzer.
Und
die Moral von der Geschicht: Wichtige Menschen gibt es nicht.
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